Der richtigen Einordnung der nachfolgend dargestellten Wappen und Siegel der Namensträger soll, bezogenen insbesondere auf das Mittelalter, ein Hinweis von Dr. Friedrich Crull vorangestellt werden. In seiner Arbeit aus dem Jahre 1887 Die Wappen der bis 1360 in den heutigen Grenzen Mecklenburgs vorkommenden Geschlechter der Mannschaft bemerkt er:
Etwas durchaus anderes war es aber, wenn ganze Geschlechter in allen
Gliedern gemeinsames Bild auf ihre Schilde setzten. Das ist vermutlich etwa mit
dem Beginne des zwölften Jahrhunderts in Deutschland in Übung gekommen, und
wir dürfen daher annehmen, dass die Kriegsmänner, welche mit Herzog Heinrich
dem Löwen
nach Mecklenburg zogen und hier eine neue
Heimat gründeten, diese Sitte bereits mitgebracht haben, welche hernach solche,
die in der Folge in die Mannschaft eintraten, gleichfalls sich zu eigen machten.
Im Laufe des dreizehnten Jahrhunderts, wie man vorherrschend glaubt, ist es dann
Brauch geworden, dass die Geschlechtsgenossen wenigstens bei den Kampfspielen -
turnei, forest, buhurt - auch die Helme mit übereinstimmenden Zierrathen, den Zimieren
oder Helmzierden schmückten, zu denen dann das vierzehnte noch die Helmdecken
hinzufügte.
Solange man turnirte und buhudirte, war auch, wie nicht zu bezweifeln
ist, die Kenntniß der Abzeichen der verschiedenen Geschlechter
eine, wenn nicht
allgemeine, so doch weit verbreitete und insbesondere Aufgabe für diejenigen,
welche dem Waffenhandwerke sich widmeten. Mit dem Aufhören der ritterlichen
Spiele verschwand die Kunde aber schnell, in Mecklenburg also seit jenem unglücklichen
Turniere im Jahre 1537, in welchem Herzog Philipp, Herzog Heinrichs Sohn, durch
eine Verletzung die Gesundheit seines Geistes einbüßte, und nicht bloß im
Allgemeinen verschwand diese Kunde, sondern auch bei den Meistbetheiligten, den
Geschlechtern selbst. Eines Schildes bedurfte man nicht mehr beim Rigelrennen,
auf welches man sich jetzt beschränkte, und wo man einen Helm aufstülpte,
verschmähte man es, solchen mit dem von den Vätern überkommenen Kleinode zu
schmücken, und putzte denselben vielmehr nach der allgemeinen, pomphaften Weise
der Zeit heraus. Das Wappen repräsentierte daher nicht mehr die Waffen und kam
nur noch auf Siegelringen, Laden, Schränken und sonstigem Geräthe, auf
Grabsteinen und Epithaphien u.s.w. zu Gesicht, wo denn dasselbe unter Einwirkung
des herrschenden Geschmackes von den Goldschmieden, Malern, Schnitzern,
Steinmetzen völlig frei wie beliebiges Ornament gemodelt wurde." [1]
Familien- und Personensiegel mit Wappen der
Mecklenburgischen Namensträger im Mittelalter
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Beispiele von anhängenden Siegeln an Urkunden aus dem Mittelalter
Albert Bonsak u.Hartwich Ramkendorf vergleichen sich mit den Preen´s um 9 1/4 Hufen zu Cambs,
die
sie von den Preens gekauft haben(!), und
um Fehde

Gerhard
u. Werner Bonsack u. Vettern entsagen d.Feindschaft wider Lübeck wegen
Hinrichtung v.Tiedemann Bonsack


Heinrich, Hartwig und Albert Bonsack zu Canyn schwören Albrecht II, Johann IV u.Hermann Kardorf Urfehde

später angefertigte
Familien- und Personenwappen und Siegel
Den nachfolgenden Wappendarstellungen kommt,
außer den beiden an dem Wappen von Gerhard Bonsack aus dem Jahre 1331 angelehnten,
keine große heraldische und genealogische Bedeutung zu.
Sie sind vermutlich sogar in einer der zahlreichen, sogn. Fälscherwerkstätten entstanden,
die nachweislich von 1773 bis 1952 bestanden und zum Teil noch heute ihr Unwesen treiben.
Die Werkstatt von Georg Stark arbeitete von 1831 bis 1894.
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Siegel des nationalsozialistisch orientierten Mecklenburgischen Sippenringes Bonsag Gegründet 03.11.1935 in Neukloster. Das
Siegel soll sich, wie der Sippenschild,
auf
die angenommene ursprüngliche Bedeutung des
Namens (bon = Sippe, Hundertschaft; sag(a)= Rechtsprecher) beziehen. Der
Bernstein in der Mitte steht für die Sonne
mit ihren Strahlen. Das
Hakenkreuz verdeutlicht das Sonnenrad
Alles
ist gekreuzt durch einen weißen Richterstab
. Das Siegel trägt den (vermuteten) Namen Bonsag in altdeutscher Runenschrift. |
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ansässigen Namensträger aus dem Jahre 1935
Das Wappen wurde im Jahre 1937, unter Bezugnahme auf den Sippenschild des "Mecklenburgischen Sippenringes Bonsag" (vgl. Siegel-Abb.), dem die oben genannte Familie angehörte, geändert. Der Stern wurde durch ein Hakenkreuz ersetzt. Den Antrag zur Änderung stellten Friedrich Bohnsack, Käterhagen Hans, gen. Hartwig Bonsag (Bohnsack), Neukloster Andreas Bohnsack, Klein Sien Irmrich Bonsag, Hagenow Friedrich Bohnsack, Sandhof |
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Seit
1945 befindet sich im Besitz der Familie
Otto Bohnsack
in Lamspringe ein
Wappen der Familie Bohnsack, das von einem Kunstmaler nach dessen Vorlage
reich verziert gemalt wurde. Es zeigt einen schmuckverzierten
Patrizierkopf mit einer rot-weiß-schwarz gehaltenen Haube mit einem sich
darüber befindlichen goldfarbenen Löwen, der in seinen Pranken einen Blütenzweig
hält. Dieser Blütenzweig befindet sich auf weißem Untergrund in
goldfarbener Ornamentik eingebettet schräg auf dem rot-schwarzen Schild.
Reich verzierte Blattornamente in den Farben rot und schwarz befinden sich
links und rechts des Schildes. |
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Dieses Wappen wurde von Frau Helene Lorenz †, geb. Boßeckert, Tochter von Anna Bonsack aus Coburg, aufgespürt. Es wird von der Familie Dietrich Bonsack aus Zeickhorn-Friesendorf (SO Coburg) aufbewahrt. Bislang konnte noch nicht ermittelt werden, wie das Wappen in den Besitz der Familie gelangte. Das abgebildete Wappen stammt aus der bislang nicht auffindbaren Wappensammlung
von Georg stark. |
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Wappen von Jürgen Bohnsack (1700) wohnhaft in der Ritterstrasse 5 in Pernau, Estland aus: max müller: Beitrag zur baltischen Wappenkunde (Nachtrag), Riga 1934 |
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In die Wappenrolle am 10.10.1943 eingetragenes Wappen von Elektro-Ing. Hans Hinrich Bohnsack in Kiel, *12.02.1910 |
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Wappen der in den U.S.A. lebenden Namensträger (nach Angaben von Gunda Bohnsack, Goslar )
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Für die Nachnamen Bohnsack wurde im Auftrag von Ursula Bohnsack, Box 983, Banff AB, TOLOCO in Canada am 13.11.1975 dies individuelle Familienwappen erstellt |
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Wappen auf dem Briefkopf von Daniel Bohnsack aus Erfurt Von einem Künstler auf der Grundlage des mittelalterlichen Wappens aus dem Jahre 1331 nachempfunden |