Hinricus und Henneka Bonsac

Hinricus Bonsac tritt 1308 durch das Testat an einer Urkunde des Landesfürsten Heinrich des Löwen als dessen Rat auf. Bis 1328 (Tod Heinrich d.L.) hängt er sein Siegel an weitere 40 Urkunden, womit er zu einem der bevorzugten Räte gehört. Er ist außerdem Mitglied des in Sternberg, dem derzeitigen Sitz des Landesfürsten, ansässigen Ritterkalands. Mit Fug und Recht können wir ihn als den Urvater der mecklenburgischen Namensträger bezeichnen.

Sein Sohn Henneka Bonsac ist 1361 im Auftrage Herzog Albrechts II. der Vogt von Sternberg. In der Abwesenheit des Landesfürsten übt er hier die Regierungsgeschäfte aus. Seinen Lehnsitz hat er in Gross Raden. Er besitzt weitere Güter in Rosenow und Witzin. Bezeichnend für ihn ist seine große Unterstützung der Antoniterpräzeptorei Tempzin . Ebensolche Verdienste erwirbt er sich um den Bau der Sternberger Stadtkirche. Dort finden wir noch heute sein Wappen an einem Pfeiler. Seiner Tochter Richardis und ihrem Mann Tydeke von Bülow übergibt er wesentliche Hebungen aus Gr. Raden.

Auf den Abbildungen sind in der oberen Reihe Bonsac-Siegel von Urkunden, in der unteren Reihe zwei Familienurkunden (1398 u. 1409) zu sehen. 

Das Bild unten links zeigt die Slawensiedlung Gr.Raden im 10.Jh.. Unten rechts sehen wir die Herzöge Albrecht II. und Albrecht der III., dargestellt auf dem Titelblatt der Kirchbergchronik.

 

Siegel Gerhardus Bonsac 1331

Siegel Henneka Bonsac 1361

 

Slavensiedlung Gr. Raden in 10.Jh.

Familien-Urkunde Bonsac 1398

Familien-Urkunde Bonsac 1409

Herzöge Albrecht II. und III.